In der Versammlung der Lemgoer Stadtverordneten am 17. August 1914 (Stadtarchiv Lemgo A 503) eröffnete der Stadtverordnetenvorsteher Schulz die Sitzung "[...] mit einer markigen Rede in der er auf die ernste Zeit hinwies welche von Jedem Opfer fordere [...]". Die Stadtverordneten beschlossen, 10.000 Mark für die aus der Kriegslage erforderlich werdenden Ausgaben bereit zu stellen. Sie sollen für den Polizeischutz, die Fürsorge für die Hinterbliebenen von Gefallenen und für die "schwächeren Bürger der Stadt", insbesondere "verschämte Arme", verwandt werden. Der Ankauf von Lebensmitteln mit Blick auf eine Einquartierung und die Einrichtung einer Suppenanstalt sind weitere Vorhaben. Stadt, Kirche und der vaterländische Frauenverein sollen zusammenarbeiten, um soziale Unterstützungen besser leisten zu können. Von Seiten der politischen Entscheider wird deutlich, dass man auch bereit ist, wie die Soldaten, "Opfer" zu bringen, um dem Ganzen zu nützen. Dies ist sicherlich als Zeichen nach Außen gedacht.